21. Juni 2021 13:32

Syndikat lässt es fließen

Letztes Jahr lag die Dividende bei 0,90 Euro pro Aktie. Wie erklärt sich also diese exorbitante Erhöhung? Am 9. Juni, also ca. eine Woche vor der Hauptversammlung meldeten sich die Mitglieder des Syndikats der Kernaktionäre in einem Fax an die Investor Relations Abteilung.

Ursprünglich waren 1,90 Euro pro Aktie geplant. Das wäre auch schon mehr als eine Verdoppelung der Dividende 2019 (0,90 Euro) gewesen. Jetzt stehen wir beim Siebenfachen. Das Syndikat erklärte seinen Vorschlag mit den Worten: "Der Liquiditätsbestand der Gesellschaft ist hoch und rechtfertigt eine Ausschüttung in der vorgeschlagenen Höhe." Wir freuen uns über diese außerordentlich hohe Ausschüttung und hoffen, dass das Syndikat mit der Einschätzung zur Liquidität recht hat ;)

Das war aber nicht alles, worüber bei der Hauptversammlung gesprochen wurde.

Bis 2040 klimaneutral

Eine zentrale Rolle nahm auch die Nachhaltigkeitsstrategie ein, die unter der Leitung von Klemens Haselsteiner, der seit 2020 im Vorstand sitzt, entwickelt wurde. Interessant ist der Ansatz, weil er einer dedizierten Chronologie von der Verwaltung bis hin zur Auswahl der Baustoffe unterliegt. So will das Unternehmen bis 2025 die Verwaltung klimaneutral gestalten.

Bis 2030 sollen alle Dienstleistungen rund um die Erstellung von Bauwerken folgen. Hier wurde auch ein erster Erfolg gemeldet: Die Tochtergesellschaft Züblin hat als erstes Bauunternehmen in Deutschland das Basiszertifikat für nachhaltige Baustellen erhalten.

Fünf Jahre später, also 2035, sollen die von der STRABAG gebauten Gebäude klimaneutral betrieben werden. Das können Kunden selbst in die Hand nehmen. Oder sie nehmen die STRABAG Property & Facility Services in Anspruch.

2040 sollen dann auch alle Baustoffe und die Infrastruktur klimaneutral sein. Klingt nach einem soliden Bauplan. Und wie sieht die unmittelbare Zukunft aus?

Ausblick

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Birtel sprach vor allem die dynamische Preisgestaltung bei Materialien wie Stahl, Holz und erdölbasierten Produkten wie Dämmstoffe an. Er beruhigte zwar, dass die STRABAG durch langfristige Beziehungen zu Lieferanten diese turbulente Zeit bisher gut meistern konnte.

Er musste aber auch eingestehen, dass erste Baustellen aufgrund dieser Lage pausiert wurden. Der Vorstand erwartet sich jedoch für die Quartale 3 und 4 eine Besserung der Situation. Und das hoffen wir alle natürlich auch.

Verdien’ an Deinem Alltag!

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