23. Februar 2021 10:14

Gates 2 Change

Bill Gates will den Klimawandel stoppen. Seine Fähigkeit, die Dinge ganzheitlich zu betrachten gepaart mit dem Unternehmergeist des 65-jährigen Microsoft-Gründers bringen ihn zu dem Entschluss: Kernkraft und Innovation können den Klimawandel aufhalten. Was es damit auf sich hat und wie Deine Unternehmen wie Amazon, Alibaba und SAP dabei zum Zug kommen, erfährst Du in unserer neuen Beitragsreihe “Gates 2 Change”. 

“Gates 2 Change” verdeutlicht nicht nur, von wem die Ideen im Kampf gegen die Klimakatastrophe stammen. Vielmehr öffnet Bill Gates mit seinen Ideen und seinem Geld Tore für andere Unternehmen und uns als Verbraucher, das Problem an der Wurzel zu packen. Es gemeinsam zu verändern, zu bekämpfen. Genau das thematisiert Gates in seinem neuen und auch bereits kontrovers diskutierten Buch “Wie wir die Klimakatastrophe verhindern”. Wir wollen das Thema aufgreifen und auf unserer Own360 Plattform mit unserer Community diskutieren. Denn es könnte kaum wichtiger sein. Als Grundlage haben wir dazu ein Interview herangezogen, das Bill Gates unlängst dem deutschen Handelsblatt gab. 

Zwei Milliarden Dollar für Mutter Erde

Bis 2026 will Gates mit seinem Fonds Breakthrough Energy insgesamt zwei Milliarden Dollar in Projekte stecken, die versuchen, mit Hilfe technologischer Innovation den Klimawandel zu stoppen. Gleichzeitig fordert er, dass die staatlichen Investitionen in Klimaforschung weltweit pro Jahr mindestens um 110 Milliarden Dollar steigen müssten.

Für den Microsoft-Gründer ist klar: Sämtliche CO2-Emissionen müssen bis 2050 auf null gesenkt werden. Denn sonst kämen die wirtschaftlichen Schäden daraus der Situation gleich “als hätten wir alle zehn Jahre eine Pandemie”, so Gates in seinem Buch. Dazu glaubt er an CO2-Steuern, Emissionshandel (Grenzen festlegen) und alternative Energien wie Solar und Wind. Doch selbst das reiche noch lange nicht aus. Deswegen setzt Gates weiters auf zwei derzeit eher unpopuläre Arten: Kernkraft sowie die nachträgliche Abscheidung von CO2 aus der Atmosphäre. Genauso zählt die Produktion grünen Wasserstoffs für ihn zu den Schlüsseltechnologien, vor allem bei der Zement- und Stahlerzeugung.  

Anderen Fokus setzen

Gates zufolge, fokussiert sich die Welt aktuell zu viel auf Bereiche wie den Elektroantrieb. In anderen Bereichen und Industrien ließe sich weit mehr CO2 einsparen, weil diese über einen weit höheren “Ökoaufschlag” verfügen. Der Aufschlag beschreibt die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem Preis einer CO2-freien Version dieses Produktes wie etwa bei der Zement- und Stahlproduktion. Denn diese Bereiche “machten 37 Prozent aller Emissionen in der Industrieproduktion aus, die weltweit wiederum mit 31 Prozent der größte Verursacher von Treibhausgasen sei”, heißt es in seinem Buch. 

Damit wären wir beim Thema wahre Klimasünder, einem Abschnitt, dem wir uns in einem weiteren Beitrag genauer widmen wollen. Doch zunächst: 

Wie Bill Gates mit anpackt

Der Microsoft-Gründer ist sich bewusst, dass er durchaus keine weiße Klimaweste vorzuweisen hat. Um sich dahingehend zu bessern, finanziert er durch seinen Risikokapitalfonds Breakthrough Energy Start-Ups, die mit Hilfe ihrer Technologien pro Jahr satte 500 Millionen Tonnen CO2 einsparen können. Zum Vergleich: Dabei handelt es sich immerhin um rund 1 Prozent der Gesamtemissionen weltweit, die derzeit bei 51 Milliarden Tonnen liegen.

An diesem Fonds beteiligt sind übrigens auch Unternehmer wie Amazon-Gründer Jeff Bezos, Alibaba-CEO Jack Ma und auch SAP-Mitgründer Hasso Plattner.  

Insgesamt sollen rund 40 Start-Ups unterstützt werden, die sich mit umstrittenen, aber vermeintlich effizienten Themen beschäftigen. Darunter Speichertechnologien in Batterien, Atomkraft und das Auffangen von CO2 in der Atmosphäre. Und genau diesen Themen widmen wir uns in den kommenden Beiträgen aus der Own360 Reihe “Gates 2 Change”. 

Verdien’ an Deinem Alltag!

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